Reisensburg 1996: Abstract B. Süselbeck
Statistical Computing '96 - Schloß Reisensburg

Analyse ereignisorientierter Zeiten im Zusammenhang mit postmenopausaler Osteoporose

Benno Süselbeck

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Universitätsrechenzentrum

Ein wichtiger Indikator bei der Erkennung von Osteoporose ist der Mineralgehalt von Knochen ("bone mineral content", BMC). In vielen Untersuchungen zeigt sich eine signifikante Abnahme dieses Wertes mit zunehmendem Lebensalter. Der Zusammenhang ist jedoch nicht linear.

Dies wirft die Frage auf, ob es weitere Einflußfaktoren gibt, die sich auf BMC auswirken. Dabei kämen in erster Linie Klassifikationen in Betracht, die aufgrund bestimmter natürlicher und operativer Ereignisse wie Menopause, bilaterale Ovarektomie und Hysterektomie definiert sind sowie zugehörige Überlebenszeiten.
Diese Größen bestimmen andererseits die Dauer der natürlichen Hormonproduktion. Ein Einfluß auf BMC kann somit Hinweise auf die Wirksamkeit von Hormonsubstitutionen geben.

Anhand eines Kollektivs von 699 Frauen werden verschiedene Analysen zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen BMC und den oben eingeführten ereignisorientierten Variablen vorgestellt. Methoden, die dabei im Vordergrund stehen, sind Verfahren zur Analyse von Überlebenszeiten, Regressionen und baumorientierte Modelle. Zur grafischen Veranschaulichung der Probleme werden u.a. Spaliergrafiken herangezogen.

Literatur:

  1. Brambilla, D.J.; McKinlay, S.M. (1989). A Prospective Study of Factors Affecting Age at Menopause. J Clin Epidemiol Vol. 42 No. 11, 1031-1039.
  2. Brambilla, D.J. McKinlay, S.M.; Posner, J.G. (1992). The Normal Menopause Transition. Maturitas 14, 103-115.
  3. Venables, W.N.; Ripley, B.D. (1994). Modern Applied Statistics with S-Plus. Springer-Verlag, New York.
  4. Cleveland, W.S. (1993). Visualizing Data. Hobart Press, Summit.


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