Reisensburg 1997: Abstract Benner
Statistical Computing '97 - Schloß Reisensburg

Fallzahlplanung für Studien zur Analyse von Überlebenszeiten

Ein Methodenvergleich

Axel Benner

Deutsches Krebsforschungszentrum, Abt. Biostatistik
Heidelberg

Es sollen Methoden zur Fallzahlbestimmung für Studien zur Analyse von Überlebenszeiten verglichen werden, wobei die Situation des Vergleichs von zwei Studiengruppen im Vordergrund steht.

In der Regel basieren Methoden, die hierzu verwendet werden, auf der Annahme der proportionalen Hazards bzw. der Exponentialverteilung der Überlebenszeiten. Weitere Vereinfachungen betreffen die Patientenrekrutierung oder das Follow-up.

Die Anwendung von Computersimulationen ist ein heutzutage weit verbreitetes Werkzeug für verschiedenste Fragestellungen. Die Verwendung von Simulationsverfahren zur Fallzahlschätzung erlaubt Powerberechnungen auch für komplizierte Designs (vgl. (1)). Um solche Situationen mit "Standard"-Verfahren behandeln zu können, sind viele Vereinfachungen notwendig, die in der Regel zu eher konservativen Fallzahlbestimmungen führen.

Lakatos und Lan haben Vor- und Nachteile für Methoden, die auf dem Logrank-Test basieren, beschrieben (2). In der Untersuchung, die hier präsentiert wird, werden Simulationsverfahren mit Verfahren, die in kommerziellen Programmpaketen zur Fallzahlberechnung verwendet werden, und der Markov-Methode von Lakatos (3) verglichen.

Literatur:

  1. Halpern, J., Brown, B.Wm., Jr (1993). A computer program for designing clinical trials with arbitrary survival curves and group sequential testing. Controlled Clinical Trials, 14:109-122.
  2. Lakatos, E., Lan, K.K.G. (1992). A comparison of sample size methods for the logrank statistic. Statistics in Medicine, 11:179-191.
  3. Shih, J.H. (1995). Sample size calculation for complex clinical trials with survival endpoints. Controlled Clinical Trials, 16: 395-407.


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