Reisensburg 1997: Abstract Stabenow
Statistical Computing '97 - Schloß Reisensburg

KART - PC-Programm zur Kartierung von Krebserkrankungen

Roland Stabenow

Gemeinsames Krebsregister der Neuen Bundesländer
Berlin

In der deskriptiven Epidemiologie hat sich in jüngerer Vergangenheit die Kartierung als durchaus eigenständiger Zweig etabliert. Eine Vielzahl von Krebsatlanten und Computerprogrammen sind ein Ausdruck dessen (1,2).

KART ist ein PC-Programm zur Darstellung der territorialen Verteilung von Krebsneuerkrankungen für das Erfassungsgebiet des Gemeinsamen Krebsregisters GKR (+).

Frei wählbare Parameter sind dabei das Geschlecht, das Alter, der Zeitraum (beliebig zwischen 1961 und 1994), die Krebslokalisation nach ICD-3-Stellen und der Altersstandard (Welt-, Europa- bzw. DDR-Bevölkerung).
Die Darstellung kann wahlweise nach Bundesländern, nach Kreisen oder nach Gemeinden erfolgen. Die Skalierungsmethoden entsprechen den allgemein üblichen, d.h. neben einer absoluten Skalierung, wie sie von Becker (3) vorgeschlagen und im neuen Krebsmortalitätsatlas der BRD Anwendung finden wird, kann zwischen verschiedenen Varianten der relativen Skalierung gewählt werden.
Daneben bietet das Programm weitere, über den Umfang konventioneller Kartierungsprogramme hinausgehende Möglichkeiten, wie z.B. eine geglättete Darstellung der Verteilung, eine Darstellung der zeitlichen Entwicklung von 1966-70 nach 1986-90 bzw. die Darstellung des Relativen Risikos auf Gemeindeebene in Radien um frei wählbare Punktquellen.
Das Programm ist eine DOS-Anwendung und erfordert eine Bildschirmauflösung von mindestens 1280 x 1024 Pixeln.

(+) GKR: Gemeinsames Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen.

Literatur:

  1. Möhner, M., Stabenow, R., Eisinger, B. (1994). Atlas der Krebsinzidenz in der DDR 1961-1989, Verlag Mosby-Ullstein.
  2. Zatonski, W., Smans, M., Tyczynski, J., Boyle, P., eds (1996). Atlas of Cancer Mortality in Central Europe, IARC, Lyon.
  3. Becker, N. (1995). Why not use absolute scales? Eur. J. Cancer.


Vortragstermin bei 29. Statistical Computing '97 --- Adresse