Statistical Computing '99 - Schloß Reisensburg

Erfahrungen mit dem Einsatz von Stata
in der Biostatistikausbildung von Medizinern

Werner Vach
Institut for Statistik og Demografi
Syddansk Universitet - Odense Universitet

Das statistische Auswertungssystem Stata erfreut sich unter Biometrikern wachsender Beliebtheit. Dies ist unter anderem dadurch bedingt, daß mehrere namhafte Biostatistiker (z.B. Doug Altman, Michael Hills, Patrick Royston) Programme für allgemeine und spezielle Methoden in Stata bereitgestellt haben bzw. diese schon ihren Eingang in den regulären Umfang von Stata gefunden haben. Weiter wird Stata bei verschiedenen Biostatistik-Kursen, z.B. den Sommerschulen in Florenz, benutzt.

Anfang 1998 wurde an der Universität von Odense beschlossen, Stata als ``offizielle'' Sprache in der Biostatistik Ausbildung für Ph.D.-Studenten der Medizinischen Fakultät einzusetzen. Die ersten beiden Biostatistikkurse unter Einsatz von Stata sind nun abgeschlossen, und der Vortrag gibt - nach einer kleinen Einführung in Stata - einen Überblick über die bisherigen Erfahrungen. Als positive Erfahrungen sind die leichte Erlernbarkeit, das schnelle Erreichen erster Ergebnisse, die Heranführung der Studierenden an sytematische Auswertungen größerer Datenbestände, sowie der große Methodenumfang zu nennen. Negative Erfahrungen betreffen das Fehlen exakter p-Werte für nichtparametrische Tests, die (scheinbar unausrottbare) Unsitte, unaufgefordert Outputs mit vielen Statistiken zu erstellen, Defizite hinsichtlich der Erstellung publikationsfaehiger Graphiken sowie die unkritische Benutzung asymptotischer Verfahren.


31. Statistical Computing '99